Was Fotografen in ihrer Freizeit machen?

Man nehme:

  • zwei verrückte Fotografinnen
    –> bevorzugt mit eigenem Fotostudio
  • eine Kamera
  • ein Stativ
  • einige Lichtformer
  • und zu guter letzt ein paar gute Freunde mit kreativen Ideen

Was dabei heraus kommt ist Folgendes:

Zu aller erst eine Nachstellung eines Familienfotos, mit all seinen wunderbaren Facetten:

 

Als nächstes darf eine Kissenschlacht nicht fehlen:

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Gut, okay, etwas zahm…probieren wir’s nochmal

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Wie wäre es Mal eine typische Straßenbahnszene nachzustellen!?:

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Anwesende: Partygurl, Busniesswoman, Pumper, Taschendiebin, schlecht gelaunter Opa

Gut, auch abgehakt.
Was könnte man noch machen…

hmm…irgendwas mit nem Schafspelz..:

Ja und Bender ist der böse Wolf

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…so sieht er auch aus…

 

Jetzt wo wir Licht haben, könnte man doch auch Mal tolle Schattenspiele machen:

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Zu guter letzt, sollte man dem Hund eine Jacke anziehen und so tun, als wäre er ein mürrischer Mensch:

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Wir wünschen euch ein frohes Neues Jahr und hoffen ihr hattet zwischen den Feiertagen genau so viel Spaß wie wir 😉

 

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sauer. die Projektekiste wird gefüllt

Eines Abends saß ich im Wohnzimmer von guten Freunden, schaufelte mir eine Hand saure Gummitierchen in den Mund und folgendes passierte:
In meinen Mund strömte, gefühlt, ein Liter Speichel, all meine Gesichtsmuskeln zogen sich zusammen, bis mein Gesicht ein einziger Haufen tiefer Falten ergab, ihr wisst was ich meine.
Um mich herum saßen bestimmt 10 Leute und jubelten laut über meine Reaktion auf die „Saurigkeiten“ und meinten „Laura! DAS musst du mal fotografieren!“. Da ich zu diesem Zeitpunkt angefragt wurde, ob ich nicht mal ein paar meiner Bilder ausstellen wöllte und ich noch ein Thema dafür suchte, passte das perfekt!

Gesagt, getan:

 

Nun bin ich immer wieder auf der Suche nach neuen Opfern, die sich ihren Ausdrücken hingeben, während sie etwas saures im Mund haben und sich davon ablichten lassen.

Zur Ausstellung kam es dann leider doch nicht, aber das heißt nicht, dass ich das Projekt auf Eis lege! Freiwillige vor!

 

Immun

Anscheinend gibt es Leute wie Paula, welche immun gegen saure Geschmäcker sind, aber auch diese erwartungsvollen Gesichter gehören in meine Serie!

 

 

Die perfekte Trauung

Bei Hochzeitsberatungen kommen einige Fragen auf. Die Beliebteste Frage ist: „wie viele Fotos von der Trauung bekommen wir eigentlich?“…So eine richtige Antwort können wir da nicht geben.

Das liegt einerseits daran, dass manchmal mehr oder weniger Gäste anwesend sind oder je nachdem, wie viele Situationen oder Momente einzufangen sind. Es gibt Trauungen, die weniger emotional verlaufen, aber auch Zeremonien, bei denen es viel zu sehen gibt: spielende Kinder, weinende Gäste, ständig neue Dinge, die wir mit der Kamera festhalten können. Andererseits liegt es auch an der Trauung an sich.

Die Rolle des Beobachters

Und das ist der Punkt, an dem wir leider wenig drehen und wenden können. Viele Standesbeamte (die den Paaren in Dresden leider erst kurz vor der Trauung vorgestellt werden) schränken unsere Arbeit ein. Wir können es verstehen, dass viele Standesbeamte schlechte Erfahrungen mit Fotografen gemacht haben. Es gibt sicherlich Fotografen, die mit Blitz und „Dauerschuss“ vor dem Redner ohne wenn und aber rumtanzen. Das dies nicht unser Stil ist, kann man einem Standesbeamten schlecht erklären. Wir jedenfalls mögen den Stil und die Rolle eines „Beobachters“. Ungern fotografieren wir mit Blitz und vermeiden es sofern es möglich ist.
Wir mögen weiche, emotionale Fotos, die jeden einzelnen wichtigen und schönen Moment der Reportage einfangen.
Die Standesbeamten jedenfalls verstehen dann auch nicht, dass wir mit genau dieser Arbeit unser Geld verdienen. Das macht es uns noch schwerer, das Paar von unserer Arbeit zu überzeugen und unseren Referenzen gerecht zu werden. Aber zum Glück sind ja nicht alle Standesbeamten so…
An dieser Stelle sei gesagt, es ist keine Frage, wessen Arbeit die wichtigere ist.
Ob nun die des Standesbeamten, welcher die Traurede hält und einen der wichtigsten, aber vor allem den offiziellen, Teil einer Hochzeit abhält. Oder ob die Arbeit des Fotografen, welcher die Aufgabe hat genau diesen besonderen Tag festzuhalten und vielleicht DEN Augenblick, den der Standesbeamte mit seiner Rede schafft und bei den Paaren den richtigen Nerv trifft, einzufangen.

Grünes Licht für die Fotografinnen

Vielleicht ist es einfacher euch einmal Bilder der Trauung von Maria und Robert zu zeigen, welche unserer Meinung nach perfekt war.
Sie heirateten allein und heimlich.
Die Standesbeamtin hat uns beiden grünes Licht gegeben und so konnten wir jeden emotionalen Moment einfangen. Wir durften uns frei bewegen, um neue Perspektiven zu finden und ein wenig mit der Technik und den Einstellungen zu spielen.
Dadurch konnten wir selbst bei der Rede super schöne Momente erhaschen, die uns selbst jedes Mal wieder Tränen in die Augen trieb. Hier waren wir super zufrieden mit unserer Arbeit, es fehlte an nichts. Bei dieser Trauung nur zu zweit, machten wir um die 300 Fotos, was selbst bei einer Reportage mit ca. 30 Gästen selten ist.

Andererseits hatten wir auch wirklich schöne Trauungen, bei welchen wir zwar auch die wichtigsten Momente in einem schönen Umfang einfangen konnten, doch so kleine Details wie bei Robert und Maria gehen dann oft verloren, da wir uns nur auf einer Seite aufhalten dürfen, oder sogar bei der Ansprache selber bei den Gästen sitzen müssen und nicht fotografieren dürfen.
Wir denken man merkt den Unterschied und wir finden es sehr schade, dass wir quantitativ weniger Bilder hervorbringen können und kleine Augenblicke und Spielereien verloren gehen, welche die Trauung zu genau dem emotionalen Schauspiel machen, welches es normalerweise ist. Schließlich sind die Fotos das, was die Erinnerung an diesen Tag erst wieder lebendig werden lassen, auch in 20 Jahren noch. Und die Paare sehen meistens erst darauf wie emotional jeder Einzelne reagierte.

Wir stecken Nichtsdestotrotz unser Herzblut in jedes einzelne Bild und wir schaffen es immer, die Momente einzufangen, auf die man in Zukunft gern zurückblickt.

 

 

Dreamteam.

Ende des Jahres 2016 erreichte uns ein Anruf von einer aufgeregten Mama.
Ihr Sohn hat im Mai nächsten Jahres Jugendweihe und sie möchte ihm den Tag so unvergesslich wie möglich gestalten, denn nicht nur für sie ist das eine große Sache, auch für die Jugendlichen ist das ein großer Schritt.
Ein Schritt in das Erwachsenenleben, ein Schritt in die Freiheit, in die Selbstständigkeit. Das bedeutet ein Loslassen für die Eltern.

Vorm ersten Telefonat an, war ich total entzückt von Kerstin. Sie hatte so wundervolle Ideen für ihren Sohn, doch bevor wir das Shooting starteten trafen wir uns um uns kennen zu lernen und damit auch Hannes erzählen kann, wie er sich das Ganze vorstellt, was seine Hobbies sind und worauf er Lust hat.
Und nach diesem Kennenlerngespräch habe ich mein Herz komplett an die zwei verschenkt. Ich habe selten ein so herzliches Mutter-Sohn-Gespann erlebt, die beiden sind ein Herz und eine Seele und nichts kann sie entzweien.
Kerstin versucht mit allen Mitteln ihrem Sohn die Welt zu Füßen zu legen und ihn zu einem respektvollen und wunderbaren Menschen heranzuziehen, was ihr mit einer Leichtigkeit gelingt, wie sie sich eine jede Mutter wünscht. Und Hannes beschützt seine quirlige, liebevolle Mama und scheint ihre Hirngespinste, beispielsweise mitten in der Nacht vor einem Fotoshooting Kuchen zu backen , in vollen Zügen zu genießen.

Dann fand das Shooting statt…Nach mehrmaligen Verschieben des Shootingtermins, was sich im Nachhinein als das Bester herausstellte, was passieren konnte, denn der Tag, der es endgültig sein sollte, war ein fantastischer Wintertag, mit wunderbar tiefstehender Sonne. Begrüßt wurden Josi und ich von einer aufgeregten Kundin und ihrem Sohnemann, sie streckten uns 4 Stücken frisch gebackenen Karotten- und Mandelkuchen entgegen und packten erst einmal ihren Kleiderschrank in unserem Studio aus, aber das kennen wir ja nicht anders von unseren Kunden. Dann schmiedeten wir einen kurzen Plan wie wir anfangen sollten und was wir alles brauchen um eine schicke Einladungskarte für Hannes‘ Jugendweihe gestalten zu können.

Bei der Arbeit wurde ich von mir selber überrascht, bin ich doch sonst immer diejenige die mit so wenig Licht wie nur irgend möglich arbeitet, um eine geheimnisvolle Atmosphäre zu schaffen, standen plötzlich drei aufgebaute Lichtformer um Hannes herum, um meine Ideen und das perfekte Bild umzusetzen…man lernt nie aus!

Es war ein super entspanntes und lockeres Shooting mit den Beiden und mit den Ergebnissen bin ich auch sehr zufrieden.

Ich danke Kerstin und Hannes für ihr Vertrauen und die schöne Atmosphäre beim Shooting, für’s Zähne zusammenbeißen, bei den eisigen Temperaturen an der Elbe, das schöne Feedback und vorallem danke ich euch dafür dass ich euch kennen lernen durfte!

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Laura